Was ist Hämophilie?[1,4]
Hämophilie ist eine genetisch bedingte Blutungsstörung, die auch als Bluterkrankheit bezeichnet wird. Das Wort „Hämophilie“ stammt aus dem Griechischen und bedeutet "Blutungsneigung". Das Krankheitsbild zeichnet sich dadurch aus, dass die Blutgerinnung gestört ist.
Je nachdem, welcher der Gerinnungsfaktoren (Faktor VIII oder IX sind Eiweiße, die in einer bestimmten Reihenfolge den Wundverschluss aktivieren) von der Störung betroffen ist, unterscheidet man unterschiedliche Formen der Blutgerinnungserkrankung:
- Hämophilie A:
Bei Hämophilie A ist die Aktivität des Gerinnungsfaktors VIII stark verringert oder gänzlich fehlend. In Österreich sind mehr als 600 Menschen von Hämophilie A betroffen.
- Hämophilie B:
Bei Hämophilie B wird der Gerinnungsfaktor IX nur sehr eingeschränkt oder gar nicht gebildet. Diese Blutgerinnungsstörung tritt seltener auf als Hämophilie A. In Österreich sind etwa 130 Patient:innen davon betroffen.
Von Hämophilie A sind weitaus mehr Menschen betroffen als von Hämophilie B. Bei beiden Formen der Blutgerinnungsstörung tritt die Erkrankung vor allem bei Männern auf.5
Geschichte der Hämophilie2
Blutgerinnung – so funktioniert sie1, 2
Wenn wir uns verletzen, beginnt normalerweise sofort der Gerinnungsprozess in unserem Blut. Dabei beginnt der Körper mit der Blutstillung: Das zur Verletzung hinführende Blutgefäß verengt sich, damit weniger Blut zur Wunde fließt. Gleichzeitig heften sich sogenannte Blutplättchen an die Wunde, verkleben untereinander und bilden so einen Wundverschluss.
Dieser erste Wundverschluss ist noch lose und muss durch Fibrinfäden (bilden beim Wundverschluss eine Art dreidimensionales Netzwerk) verstärkt werden. Damit diese Verstärkung aktiviert wird, muss zuerst die sogenannte Gerinnungskaskade aktiviert werden. Hierbei aktivieren sich diese Gerinnungsfaktoren gegenseitig. Allerdings funktioniert dies nur in einer bestimmten Reihenfolge: Der nächste Faktor kann immer nur von seinem Vorgänger aktiviert werden. Fällt einer der Faktoren aus oder ist weniger vorhanden, wie zum Beispiel der Faktor VIII bei Hämophilie A, wird der nächste nicht aktiviert. Damit endet die Gerinnungskaskade an diesem Punkt – die Wunde wird nicht durch Fibrin verschlossen, die Blutung stoppt nicht.
Die Gerinnungskaskade
Patient:innenorganisationen
Egal, ob man schon lange mit einer Blutgerinnungsstörung lebt, einen Angehörigen oder ein Kind mit Hämophilie hat – sich mit anderen zu vernetzen und auszutauschen tut gut und bestärkt Betroffene. Patient:innenorganisationen und Selbsthilfegruppen bieten die Möglichkeit, einfach mit anderen Hämophilen Kontakte zu knüpfen oder sich über Hämophilie zu informieren. Die Österreichische Hämophilie Gesellschaft (ÖHG) ist eine Patient:innenorganisation für Menschen mit Blutgerinnungsstörungen. Sie setzt sich für Betroffene und Angehörige ein.
Patientenvideo
Was bedeutet es, Bluter zu sein?
Severin Dietrich kennt das Gefühl schon sein Leben lang. Denn er leidet an der vererbten Blutgerinnungsstörung Hämophilie. Für seinen Alltag bedeutet das, dass er bei vielen Dingen vorsichtiger sein oder genauer vorausplanen muss.
Typen - Stadien
Schweregrade der Hämophilie A6
Hämophilie A lässt sich in unterschiedliche Schweregrade einteilen, je nachdem wie stark die Aktivität des Faktors VIII im Vergleich zu gesunden Menschen verringert ist. Die Faktor VIII Aktivität eines gesunden Menschen dient als Basiswert: Man geht davon aus, dass diese im Idealfall bei 100 Prozent liegt, und berechnet dann die Restaktivität der Gerinnungsfaktoren von Hämophiliepatient:innen in Prozent. Je geringer die Restaktivität ist, desto langsamer gerinnt das Blut und desto stärker sind die Symptome ausgeprägt.
Krankheitsbild
Vererbung der angeborenen Hämophilie1
Hämophilie wird in den meisten Fällen von Betroffenen an ihre Kinder vererbt. Das Erbgut kann sich aber seltener auch spontan verändern.
Da Hämophilie zu den vererbbaren Erkrankungen gehört, lässt sich die Wahrscheinlichkeit, mit der Kinder betroffener Eltern erkranken, berechnen. Dazu ist es wichtig zu wissen, dass alle wichtigen genetischen Informationen, die von den Eltern an die Kinder weitergegeben werden, auf 46 Chromosomen gespeichert sind. Jeder Mensch besitzt 46 Chromosomen, die zu 23 sogenannten Chromosomenpaaren zusammengefasst und Träger der Erbinformation sind. 22 der Chromosomen sind doppelt vorhanden (somit total 44), die restlichen zwei sind die Geschlechtschromosomen: das X- und das Y-Chromosom. Frauen besitzen zwei X-Chromosomen, Männer ein X- und ein Y-Chromosom.
Die Informationen über die Bildung der Gerinnungsfaktoren VIII und IX (Eiweiße, die in einer bestimmten Reihenfolge den Wundverschluss aktivieren) liegen auf dem X-Chromosom. Wird diese Information nun verändert, fehlt dem Körper der „Bauplan“ für den Faktor VIII und es kommt zur Hämophilie A – zumindest bei Männern, da diese nur ein X-Chromosom besitzen. Frauen hingegen besitzen auch ein zweites X-Chromosom - dieses kann die fehlerhafte Erbinformation auf dem ersten X-Chromosom ausgleichen. Darum kommt es bei Frauen fast nie zu einer Hämophilie, diese sogenannten “Trägerinnen” können die Erkrankung aber trotzdem an ihre Kinder weitergeben.
Es ist auch möglich, dass die Veränderung des Erbguts bei den Eltern noch nicht vorhanden war, sondern spontan im Erbgut der Kinder auftritt. Etwa ein Drittel der Hämophilie-Erkrankungen ist auf solche spontanen Veränderungen zurückzuführen.
Spontan erworbene Hämophilie7
In seltenen Fällen kann auch bei zuvor gesunden Menschen im Lauf des Lebens eine Blutungskrankheit auftreten. Dies geschieht im Rahmen von Fehlsteuerungen des Immunsystems. Anders als bei der angeborenen Hämophilie sind hier sowohl Männer als auch Frauen im fortgeschrittenen Alter betroffen. Charakteristisch für dieses Krankheitsbild sind ausgeprägte Einblutungen in Haut und Muskeln.
Bei der spontan erworbenen Hämophilie reagiert das eigene Immunsystem falsch gegen körpereigene Stoffe, wie zum Beispiel gegen den Gerinnungsfaktor VIII, seltener gegen den Faktor IX. Diese Stoffe werden plötzlich als fremd angesehen und dementsprechend attackiert. Die fehlgeleitete Immunreaktion führt dann zur Bildung von Abwehrstoffen, die Antikörper genannt werden – diese dienen eigentlich der Abwehr körperfremder Eindringlinge wie z.B.: Bakterien, Viren oder Pilze. Die Antikörper besetzen Oberflächenstrukturen des Gerinnungsfaktors und machen ihn dadurch unwirksam, weniger wirksam oder führen zu einem massiv beschleunigten Abbau des Faktors. Solche fehlgeleiteten Immunreaktionen können im Rahmen von Autoimmunerkrankungen oder bei bestimmten bösartigen Erkrankungen auftreten. In etwa der Hälfte aller Fälle kann keine genaue Ursache gefunden werden.
Therapie
Geschichte der Therapien8
Die intensive Forschung in den vergangenen Jahrzehnten hat zu erheblichen Fortschritten in der Behandlung geführt. Vor rund 100 Jahren gab es für Menschen mit Hämophilie noch keine Therapieoptionen, weshalb ihre Gelenke stark angegriffen waren und viele Betroffene schon im Kindesalter an der Krankheit verstarben. Doch durch Fortschritte in der Forschung folgten auch Fortschritte in der Behandlung der Hämophilie.
Ende des 19. Jahrhunderts entdeckten Wissenschaftler:innen, dass bei Hämophilie die Gerinnungsfähigkeit des Blutes gestört ist. Anschließend, Anfang des 20. Jahrhunderts, wurde dann bekannt, dass die Blutungsneigung auf dem Fehlen eines sogenannten „antihämophilen Faktors“ beruht. Dieser wurde Ende der 1950er Jahre in den "Faktor VIII" umbenannt. Zuvor hatten Wissenschaftler:innen bereits entdeckt, dass es zwei Formen der Hämophilie gibt, bei denen unterschiedliche Gerinnungsfaktoren fehlen. Bei Hämophilie A fehlt der Gerinnungsfaktor VIII, bei Hämophilie B der Gerinnungsfaktor IX. Auf der Grundlage dieses Wissens behandelte man Hämophilie bei akuten Blutungen mit einem Eiweißgemisch aus menschlichem Blutplasma, der sogenannten Cohn-Fraktion. Wenige Jahre später stießen Wissenschaftler:innen darauf, dass die Behandlung nicht erst bei Blutungen eingesetzt werden kann- die regelmäßige Verabreichung des Faktors beugt Blutungen sogar vor. Eine neue Methode ermöglichte es schließlich, ein Faktorkonzentrat aus menschlichem Blutplasma herzustellen. Dieses Konzentrat war die Grundlage für das erste Faktor-VIII-Medikament, das ebenfalls vorbeugend eingesetzt werden konnte. Wenige Jahre später etablierte sich die Heimselbstbehandlung. Betroffene müssen seither zur Verabreichung des Medikaments nicht mehr ins Spital.
Ende der 1980er Jahre wurde deutlich, dass weitere Forschung zur Hämophilie-Behandlung nötig war, denn die aus menschlichem Blutplasma hergestellten Faktorpräparate (Medikamente zum Einsatz bei Gerinnungsfaktormangel) konnten auch Krankheitserreger übertragen. Viele Hämophiliepatient:innen wurden auf diesem Weg mit Hepatitis B und C sowie HIV infiziert. Seither inaktiviert man Krankheitserreger durch zum Beispiel Erhitzen, um die Behandlungssicherheit zu erhöhen. Zusätzlich werden die Plasmapräparate gründlicher aufgereinigt und sensitive Methoden zur Virusidentifizierung kommen zum Einsatz.Die intensive Forschung in den vergangenen Jahrzehnten hat zu erheblichen Fortschritten in der Behandlung geführt. Vor rund 100 Jahren gab es für Menschen mit Hämophilie noch keine Therapieoptionen, weshalb ihre Gelenke stark angegriffen waren und viele Betroffene schon im Kindesalter an der Krankheit verstarben. Doch durch Fortschritte in der Forschung folgten auch Fortschritte in der Behandlung der Hämophilie.
Gen für die Faktor-VIII-Bildung entdeckt8,9,10
Das menschliche Gen, das für die Faktor-VIII-Bildung verantwortlich ist, entdeckten Forscher:innen im Jahr 1984. Dadurch wurde es möglich, sogenannte rekombinante Faktorpräparate zu entwickeln. Diese werden nicht aus menschlichem Blut, sondern biotechnologisch (Herstellung von Produkten oder Arzneimitteln mithilfe lebender Zellen und Organismen) unter Nutzung von Zellkulturen hergestellt.
1989 wurde der rekombinante Faktor VIII erstmals bei Hämophiliepatient:innen in den USA eingesetzt. Die neuen Faktorprodukte benötigten allerdings den Zusatz von Eiweißen aus menschlichem oder tierischem Plasma als Stabilisatoren. Erst 2004 kam ein Faktor-VIII-Präparat, das komplett ohne Zusatz menschlicher und tierischer Eiweiße hergestellt wird, auf den Markt.
In den 2010er Jahren gelang es, die Halbwertszeit der Faktor-VIII- und Faktor-IX-Präparate zu verlängern. Dadurch wirkt der Schutz vor Blutungen länger, weshalb weniger oft nachgespritzt werden muss.
Prophylaktische Behandlung mittels Antikörper11
Seit 2018 steht in Österreich ein subkutanes Präparat zur prophylaktischen Behandlung von schwerer Hämophilie A zur Verfügung. Ein biotechnologisch hergestellter, sogenannter “bispezifischer Antikörper”, übernimmt im Körper die Funktion des fehlenden oder in zu geringen Mengen vorhandenen Faktors VIII und beschleunigt so die Blutgerinnung. Das Präparat wird direkt unter die Haut gespritzt (subkutan).
Gentherapie: Therapie der Zukunft?8,9
Hoffnung wird auch in die Gentherapie gesetzt. Unschädlich gemachte Viren transportieren ein intaktes Gen für den Faktor VIII (Hämophilie A) oder den Faktor IX (Hämophilie B) in die Leber. Die Leber produziert daraufhin selbst funktionstüchtige Gerinnungsfaktoren.
FAQ
Wer denkt, alle Mythen rund um das Thema Hämophilie von der Wahrheit unterscheiden zu können, kann sein Wissen hier unter Beweis stellen!
Mythos
Als Hämophile:r verblutet man nicht an einem kleinen Schnitt in den Finger. Grundsätzlich blutet ein Bluter, je nach Schwere der Erkrankung, länger als ein gesunder Mensch. Die heutigen Therapien ermöglichen es, bereits vorbeugend die fehlenden Gerinnungsfaktoren intravenös oder subkutan zu verabreichen, sodass ein kleiner Schnitt wie bei jedem Anderen nach kurzer Zeit zu bluten aufhört.
Wahrheit
Ja, man unterscheidet zwischen Hämophile A und B. Bei Hämophilie A kann der Gerinnungsfaktor VIII nicht oder nicht ausreichend gebildet werden. Diese Art der Hämophilie ist am häufigsten. Hämophilie B zeichnet sich durch einen Mangel oder eine geringe Aktivität des Gerinnungsfaktors IX aus.
Mythos
Grundsätzlich wird die Krankheit X-chromosomal rezessiv vererbt. Das bedeutet, dass Frauen im Regelfall nur die Genmutation (über-)tragen können. Ihr zweites, gesundes X-Chromosom gleicht die Mutation aus. In seltenen Fällen können allerdings auch Frauen Hämophilie entwickeln, wenn beide X-Chromosomen betroffen sind.
Mythos
Diese Annahme rührt wohl daher, dass Hämophilie vererbbar ist und es in der Vergangenheit Fälle in europäischen Adelshäusern gegeben hat. Die Behauptung kann aber klar mit „Nein“ beantwortet werden. Nicht jeder Hämophile ist adelig!
Wahrheit
Richtig. Auch wenn Hämophile ein weitgehend „normales“ Leben führen und gewisse Sportarten recht problemlos ausüben können, sollten sie Verletzungsrisiken minimieren. Dazu zählen auch Kontaktsportarten wie Boxen, Football oder Karate.
Mediathek
Aktuelle Artikel, Beiträge und Videos rund um das Thema Hämophilie – mit Einblicken von Patient:innen, Angehörigen und Expert:innen.
Videos
In unserer Interviewreihe beantworten Hämophilieexpert:innen häufig gestellte Fragen rund um das Thema Hämophilie. Sammelt hier wertvolle Informationen sowie Tipps und Tricks für den Alltag!
Experteninterview
Physiotherapie und Hämophilie
Dr. Barbara Wagner spricht über das Thema Physiotherapie.
Experteninterview
Tipps und Tricks für Erwachsene
OA Dr. Joachim Rettl über die Behandlung erwachsener Hämophilie-Patient:innen.
Experteninterview
Für Kinder mit Hämophilie und deren Eltern
In unserem Video mit Prim. Dr. Rudolf Schwarz haben wir nach Tipps und Tricks für Kinder mit Hämophilie gefragt.
Experteninterview
Patient:innenvertretung - Österreichische Hämophilie Gesellschaft (ÖHG)
Thomas Schindl über das Angebot der ÖHG.
Experteninterview
Hämophilie und Reisen
OA Dr. Neil Jones gibt interessante Tipps, um ein sorgenfreies Reisen zu ermöglichen.
Experteninterview
Hämophilie und Frauen
Univ.-Prof. Dr. Ingrid Pabinger-Fasching über Unterschiede, Risiken und Herausforderungen bei Frauen mit Hämophilie.
Experteninterview
Hämophilie und Sport
Sportlehrer und Bluter Philipp Wykopal erzählt, wann er Rücksicht auf seine Therapie nehmen musste.
Experteninterview
Perinatales Management
Familienplanung bei Hämophilie: Wichtiges Wissen rund um das perinatale Management.
Experteninterview
Soziale Aspekte der Hämophilie
Hämophilie im Alltag meistern: Expertin Eva Wissmann beantwortet Ihre Fragen im Video.
Experteninterview
Impfung & COVID-19
COVID-19 und Hämophilie: Wichtige Antworten für Patient:innen auf einen Blick.
Experteninterview
Mein Lebensweg mit Hämophilie
In diesem Video teilt Dr. Wilfried Pecka seine persönliche Geschichte „Ein Leben mit Hämophilie“ mit uns.
Experteninterview
Einblicke in das Leben einer betroffenen Mutter
Eine Mutter teilt im Video ihre ehrlichen Erfahrungen mit der Betreuung ihres hämophilen Kindes.
Experteninterview
Mental Health - warum psychische Gesundheit so wichtig ist
Coach Susan Reinert Rupp über psychische Gesundheit und Achtsamkeit (unterstützt von Roche).
Experteninterview
Lebensreise eines Hämophilie-Papas
Ein Vater teilt im Video seine ehrlichen Erfahrungen mit der Betreuung seines Kindes mit Hämophilie.
Artikel
Informationsmaterial
Hilfreiche Notfallinformationen am Smartphone
So geht's
Hier ist eine Anleitung für Notfallinformationen auf dem Smartphone zu finden. Bei einem echten Notfall können Informationen zum persönlichen Gesundheitsstatus lebensrettend sein. Mithilfe von integrierten Funktionen am Smartphone, die sowohl auf Android-Geräten als auch auf iPhones verfügbar sind, können wichtige Notfalldaten und Notfallkontakte auf dem Handy hinterlegt werden.
Diese Informationen können im Sperrbildschirm angezeigt werden, um Rettungskräften im Notfall schnell Zugriff auf medizinischen Daten (wie Blutgruppe, Allergien, Medikamente) und eine Kontaktperson zu ermöglichen, ohne das Gerät entsperren zu müssen.
Für Iphones:
- die Health-App öffnen
- auf das Profilbild oben rechts tippen
- Notfallpass wählen
- auf Los gehts oder Bearbeiten tippen
- Daten eingeben und unter Notfallkontakte die persönlichen Notfallkontakte hinzufügen
- Die Informationen sind auf dem Sperrbildschirm sichtbar, wenn ein Notruf initiiert wird.
Für Android-Geräte:
- Einstellungen am Smartphone öffnen
- Sicherheit und Notfälle auswählen
- Medizinische Daten eintragen
- unter Notfallkontakte mindestens eine Kontaktperson hinzufügen
- die Option "Im Sperrzustand zeigen" aktivieren
Zusätzliche Tipps:
- Regelmäßige Updates: Daten regelmäßig aktualisieren
- Notfallkontakt: Sicherstellen, dass die hinterlegten Kontakte zuverlässig sind
- Zusätzliche Informationen: Bei Android kann auch eine Notfallkarte als Bild gespeichert und als Hintergrundbild festgelegt werden.
Schütze dich und deine Liebsten: Richte deinen Notfallinformationen jetzt auf deinem Smartphone ein!
Anlaufstellen
Es ist gar nicht so einfach, schnell und gezielt an nützliche Adressen und Informationen zu kommen. Wenn Sie eine Diagnose erhalten, gibt es spezialisierte Verbände, an die Sie sich wenden können und die Sie in Ihrem Alltag unterstützen können.
Wo können Sie diese finden? Wir haben für Sie hier einige hilfreiche Adressen.
Bundesverband Selbsthilfe Österreich (BVSHOE)
Lambrechtgasse 5/7
1040 Wien
Telefon: +43 1 392 00 11
E-Mail: [email protected]
Selpers - Informationsvideos für Patient:innen und Angehörige
Selpers OG
Liniengasse 2b / 4
1060 Wien
Telefon: +43 1 595 4000 0
E-Mail: [email protected]
Mehr erfahren
Österreichische Hämophilie Gesellschaft
Mariahilfer Gürtel 4
1060 Wien
Telefon: +43 1 59 537 33
E-Mail: [email protected]
Mehr erfahren
Folgen Sie uns auf Instagram ichbinbluter.at für Einblicke, Erfahrungen und hilfreiche Infos aus dem Alltag mit Hämophilie.
M-AT-00003073