Lymphome sind bösartige Erkrankungen des lymphatischen Systems. Bei ihnen kommt es zu einer raschen und unkontrollierten Vermehrung von Zellen im System. Die Erkrankung tritt meist im Erwachsenenalter auf und ist im Vergleich zu anderen Krebsarten (wie Lungenkrebs oder Brustkrebs) eher selten. Die Häufigkeit von bösartigen Lymphomen hat sich in den letzten 10-15 Jahren jedoch erhöht. Es handelt sich dabei nicht um eine einzelne Erkrankung, man unterscheidet heute mehr als 50 verschiedene Arten von Lymphomen.2-4 Bei langsam fortschreitenden Erkrankungen sind die Patient:innen meist über 60 Jahre alt. Bei aggressiven Lymphomen sind viele Patient:innen deutlich jünger.2-4 Auch die Symptome und der Krankheitsverlauf sind dementsprechend unterschiedlich.
Leukämie ist eine bösartige Erkrankung des blutbildenden Systems, bei der es zu einer unkontrollierten Vermehrung von unreifen oder abnormalen weißen Blutzellen im Knochenmark und im Blut kommt. Diese Zellen verdrängen die normalen Blutzellen und führen zu Symptomen wie Müdigkeit, Fieber, Gewichtsverlust, Infektanfälligkeit und erhöhter Blutungsneigung.
Es werden vier Haupttypen unterschieden:
1. akute lymphoblastische Leukämie (ALL)
2. akute myeloische Leukämie (AML)
3. chronische lymphatische Leukämie (CLL)
4. chronische myeloische Leukämie (CML)
Akute Formen verlaufen rasch und sind unbehandelt potenziell lebensbedrohlich, während chronische Formen langsamer fortschreiten.5
Lymphome sind in der Regel bösartige Tumoren des lymphatischen Systems. Der umgangssprachliche Begriff ist Lymphdrüsenkrebs.6
Das Myelom oder auch Multiples Myelom (MM) genannt, ist eine bösartige Erkrankung der Plasmazellen, also der ausgereiften B-Zellen, die im Knochenmark angesiedelt sind. Die Hauptmerkmale dieser Erkrankung sind Knochenschädigungen, erhöhte Kalzium-Spiegel im Blut, eingeschränkte Nierenfunktion und Blutarmut. Im Unterschied zur Leukämie, bei der unreife Vorläuferzellen des myeloischen oder lymphatischen Systems unkontrolliert wachsen und das Blutbild dominieren, handelt es sich beim Myelom um eine Erkrankung der ausgereiften, Antikörper-produzierenden Plasmazellen. Das Myelom bleibt meist auf das Knochenmark beschränkt und führt typischerweise zu Veränderung und/oder Abbau der Knochen (Osteolyse) sowie zur Unterdrückung des Immunsystems.7
Faktoren, die das Risiko für die Entstehung eines Lymphoms erhöhen, sind:8
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